Filmkritiken von Rekvijem za gospodju J. – Requiem for Mrs. J, Wilde Maus & Berlin Syndrome

Zwischen all den Veranstaltungen, waren die hFMA-Netzreporter auch auf unterschiedlichen Filmvorführungen. Hier ein Auszug einiger Filme mit einer kurzen Review von Nils Bilse

Rekvijem za gospodju J. – Requiem for Mrs. J

Zwischen WOW! und AU!

Die zweifache Mutter Jelena will sterben. Eine Woche Zeit bleibt ihr um alles darauf vorzubereiten. Doch als so einfach stellt es sich nicht heraus. Als Fundament für das Geschehen erweist sich die zerissene Nation Serbien. Starke schauspielerische Leistung präsentiert die Hauptrolle Mirjana Karanovic als verlorenes Mutterwesen welche in Trauer um ihren verstorbenen Mann entscheiden muss wie es mit ihrer Familie weitergeht. Sie eröffnet dem Zuschauer eine höchst emotinale Ebene. Teschnisch funktionierten die Szenerien nicht immer. Der Film versucht auf eine gewisse Art und Weise abstrakt zu sein, was ebenfalls nicht immer korrekt umgesetzt worden ist. Ein Film der die Gesellschaft Serbiens thematisiert und in eine stark dramatische Familiensituation darstellt, aber trotzdem die Kunst des schwarzen Humors miteinbezieht.

–> Schwierig, tiefgründig und sozialkritisch ist unser Netzreporter Fazit.

Wilde Maus

Versagensangst und Lebenskriese vom Feinsten

„Der war echt gut!“. Eine Kulturkomödie die sowohl als Geschichte sowie auf Bildebene stark überzeugt hat. Angefangen bei einem sehr überzeugenden Hauptdarsteller, dessen zerissenes Wesen von Beginn des Films an den Zuschauer packt. Als Georg spielt Josef Harder einen scheiternden Musikkritiker der plötzlich gefeuert wird. Parallel dazu seine jüngere Frau, die ihn stets penetrant mit ihrem Kinderwunsch konfrontiert. Im Geheimen sinnt Georg auf Rache an seinem ehemaligen Arbeitgeber. Von Anfangs kleinen Beschädigungen, über Prügelein bis zum Waffeneinsatz. Er freundet sich mit einem ehemaligen Mitschüler an, mit dem er eine alte Achterbahn wiederaufbaut, die berühmte „Wilde Maus“. Mit viel Charme, Liebe zum Detail und Witz im Ernsten überrascht „Wilde Maus“ uns alle. Der Film enthält eine perfekte Balance zwischen Drama und Komödie. Nah am Leben und super lustig. 103 Minuten beste Unterhaltung.

–> Ein Muss für alle – meint das Netzreporterteam.

Berlin Syndrome

Viel Tam-Tam um Nichts

„Wow, das war nichts!“. Am 16.02.2017 saßen wir im großen, ausverkauften Kino am Alex, mit hohen Erwartungen und erlebten die pure Enttäuschung. „Berlin Syndrome“ der Psycho-Thriller von Cate Shortland überzeugte uns auf keiner Ebene. Eine australische Backpackerin reist durch Berlin und begegnet zufällig einem Englischlehrer, welche kurz darauf eine fatale Affäre miteinander anfangen. Nach einigen Tagen und immer mehr verwunderlichen Ereignissen verwandelt sich die Beziehung zum Horrortrip.
Gedankengänge wurden nicht zu Ende gedacht. Regiefehler. Generell ziert der Film sich unübersehbar mit bekannten Filmzitaten. Die schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller zeichnet sich ebenfalls nicht durch Brillianz aus, wobei die Hauptdarstellerin zu Beginn des Film vielversprechend beginnt. Das Ende des Films kam zu einfach und teilweise wird nicht einmal Spannung aufgebaut. Vorallem aber auch das Thema des Films ist ein typischer Thrillerszenario. Schwierige Schnitte und ein einfacher Bildaufbau lassen den Zuschauer kaum Beziehung zur Geschichte aufbauen. Berlin als Kulisse und darin den Versuch das bekannte „Stockholm-Syndom“ neu zu interpretieren divergiert miteinander.

–> Hart fällt das Urteil des Teams aus. Der Film: leider enttäuschend.

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Über DIE hFMA NETZREPORTER

hFMA NETZREPORTER ist ein journalistisches Format der Hessischen Film- und Medienakademie (hFMA), mit Reportagen, Interviews, Dokumentationen und freien Beiträgen von Festivals, Kongressen, Wettbewerben, Award-Verleihungen. Beiträge unter: www.hfmanetzreporter.wordpress.com, www.youtube.com/hfmakademie, www.hfmakademie.de Leitung: Prof. Rüdiger Pichler Die Hessische Film- und Medienakademie (hFMA) ist ein Zusammenschluss von 13 hessischen Universitäten, Fachhochschulen und Kunsthochschulen. Kontakt: Anja Henningsmeyer Geschäftsführerin Hessische Film- und Medienakademie (hFMA) Büro: 49 (0)69 667796-911 mobil: 49 (0)1799 123 191 Fax: 49 (0)69 667796-910 Addresse: hessische Film- und Medienakademie (hFMA), Ostpol, 2.OG Hermann-Steinhäuser-Str. 43-47, 63065 Offenbach am Main www.hfmakademie.de
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